Kameradschaft ERH D-BL im DBwV e. V.

Ältere aktive Kraftfahrer
Veranstaltung bei der Bereitschaftspolizei Wuppertal

Wuppertal, 27.Juni 2019  - Bei den Mitgliedern der Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene Großraum Düsseldorf – Bergisches Land stieß diese Veranstaltung auf so viel Interesse, dass der Beauftragte für Wuppertal, Oberstabsfeldwebel a.D. Johann A. Schacherl eine Warteliste für Teilnehmer anlegen musste.

So konnte er motivierte Mitglieder/innen – aus Nah und Fern - bei der Polizei Direktion Verkehr – Verkehrsunfallprävention / Opferschutz um 15.00 Uhr in der Kaserne der Bereitschaftspolizei Wuppertal begrüßen.
Die Polizeihauptkommissare Ralf Wentland und Holger Brunner präsentierten einen in Theorie und Praxis aufgeteilten sehr informativen Nachmittag.

Die Polizeibeamten führten in dem ca. 45 Minuten theoretischen Teil eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmern. Welche Veränderungen haben die Teilnehmer seit ihrem jeweiligen Führerscheinerwerb im Laufe der Jahre im Straßenverkehr wahrgenommen? Diese Frage war der Einstieg. Eine Statistik mehrerer Jahre über Unfallursachen der Gruppe der Verkehrsteilnehmer 60+ in Wuppertal zeigte, dass falsches Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren und Missachten der Vorfahrt am häufigsten durch die Polizei ermittelt wurden. Fast die Hälfte aller Delikte war ermittelte Unfallflucht. Grund dafür war vermutlich unbegründete Angst vor strengen Strafen wie Höherstufung bei Versicherungen oder Führerscheinentzug.

Bevor Hauptkommissar Wentland zum praktischen Teil überging, regte er die Teilnehmer an, freiwillig und regelmäßig die Fahrtauglichkeit prüfen zu lassen, da sich Seh- und Reaktionsvermögen im Alter verändern. Polizeibeamte müssen ihre Fahrtauglichkeit nach jeweils fünf Jahren prüfen lassen.

Die Teilnehmer machten dann mit ihren Kraftfahrzeugen unter Anweisung der Polizeibeamten Bremsübungen. Die Wirkung des Antiblockiersystems (ABS) der Autos sollte erfahren werden. Ältere Fahrer/innen lernten früher, dass eine Notbremsung mit Treten der Bremse und Lösen der Bremse durchzuführen sei, wenn die Räder blockierten. Ein Hindernis sollte so umfahren werden. Heute ist die Bremse mit ABS dagegen voll durchzutreten und durch Lenken einem Hindernis auszuweichen. Zum Abschluss demonstrierten die Beamten eine Unfallsituation mit einem Dummy. Die Auswirkung der sogenannten Schrecksekunde und die Länge des Bremsweges wurden dargestellt.

Polizeihauptkommissar Brunner appellierte an die Teilnehmer in ihrer Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nicht nachzulassen. Er hoffte bestenfalls, die Teilnehmer für die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining motiviert zu haben.

Nach ca. 2 ½ Stunden bedankte sich Oberstabsfeldwebel a.D. Schacherl im Namen aller Teilnehmer bei den Polizeibeamten für die gute, sehr informative Veranstaltung und überreichte Ihnen als Dank ein kleines Präsent, bevor er die Veranstaltung beendete und den Teilnehmern eine gute Heimfahrt wünschte. -ae-

Impressionen
Letzte Bearbeitung erfolgte am 04/07/2019 um 10:11.
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